In Italien und Frankreich ist es längst selbstverständlich: Zur Käseplatte gehört Honig. Der Kontrast aus salzig-würzigem Käse und blumiger Süße gehört zu den großen einfachen Genüssen. Die Grundregeln sind schnell gelernt.
Die goldene Grundregel
Je kräftiger der Käse, desto kräftiger darf der Honig sein. Ein zarter Frischkäse wird von würzigem Honig erschlagen; ein Blauschimmel lässt milden Honig verschwinden. Es geht um Balance.
Bewährte Paarungen
Ziegenfrischkäse + milde Frühtracht: Die feine Säure des Ziegenkäses und die zarte Blütennote unserer Frühtracht – der perfekte Einstieg. Dazu ein paar Walnüsse.
Camembert & Brie + cremiger Blütenhonig: Weiche Rotkulturen lieben Honig. Besonders gut: der gebackene Camembert mit Honig und Thymian.
Alter Gouda & Bergkäse + kräftige Sommertracht: Würzige Hartkäse mit ihren Salzkristallen brauchen einen Honig mit Rückgrat – hier spielt unsere Sommertracht groß auf.
Blauschimmel + kräftig-würziger Honig: Die Königsdisziplin. Gorgonzola oder Roquefort mit einem Faden würzigem Honig – der süße Kontrast zähmt die Schärfe des Schimmels. Wer das einmal probiert hat, versteht den Hype.
So baust du die perfekte Käseplatte
1. 3 bis 5 Käse von mild bis kräftig, eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank
2. Zwei Honige zum Vergleichen – mild und kräftig, jeweils im kleinen Schälchen mit Löffel
3. Begleiter: Walnüsse, Feigen, Birnenspalten, helles Baguette
4. Reihenfolge: von mild nach kräftig probieren
Der Geschenktipp
Eine Käseplatte mit zwei Gläsern regionalem Honig ist übrigens ein wunderbares Mitbringsel – unser Wunschset liefert die süße Hälfte dazu.
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Über den Autor: Florian Stoth imkert in Sieversdorf-Hohenofen (Ostprignitz-Ruppin) und schreibt hier über Bienen, Honig und das Imkerleben. Jeden Beitrag schreibt er aus der eigenen Praxis an den Völkern. Mehr über die Imkerei



