Wenn von „Bienen retten" die Rede ist, denken die meisten an die Honigbiene. Dabei ist sie nur eine von über 560 Bienenarten in Deutschland – und ihr geht es dank der Imker vergleichsweise gut.
Die Honigbiene: Staatenbildend und betreut
Die Westliche Honigbiene lebt in Völkern mit bis zu 50.000 Tieren, überwintert gemeinsam und legt Vorräte an – deshalb gibt es Honig. In Deutschland lebt sie fast ausschließlich in der Obhut von Imkern, die sie pflegen, behandeln und schützen.
Wildbienen: Die Einzelkämpferinnen
Die allermeisten Wildbienenarten leben solitär: Ein Weibchen baut allein ihr Nest – in Erdlöchern, hohlen Stängeln oder Totholz – und stirbt, bevor der Nachwuchs schlüpft. Hummeln bilden kleine Staaten, die aber nur einen Sommer bestehen.
Warum beide unverzichtbar sind
- Wildbienen fliegen oft schon bei kühleren Temperaturen und bestäuben Pflanzen, die Honigbienen auslassen
- Manche Pflanzen (z. B. Tomaten) brauchen die „Vibrationsbestäubung" der Hummeln
- Honigbienen bringen durch ihre Masse Bestäubungsleistung in der Fläche
Rund ein Drittel unserer Lebensmittel hängt von Bestäubern ab – vom Apfel bis zur Zucchini.
So hilfst du wirklich
1. Blühende Vielfalt pflanzen: heimische Stauden, Kräuter, ungefüllte Blüten
2. Wilde Ecken zulassen: offene Bodenstellen, Totholz, hohle Stängel stehen lassen
3. Auf Pestizide verzichten
4. Insektentränken aufstellen
Wer regionalen Honig kauft, unterstützt übrigens beide: Imker halten Bestäuber in der Landschaft – und wer Bienen mag, pflanzt meist auch für Wildbienen.
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