Kleine Fläschchen, großer Preis: Fertige Ingwer-Shots kosten im Supermarkt schnell 3 Euro pro Portion. Dabei ist das Original in zehn Minuten selbst gemacht – frischer, günstiger und mit richtig gutem Honig.
Das Grundrezept (ca. 10 Shots)
- 100 g frischer Ingwer, grob geschält
- 2 Zitronen, Saft davon
- 1 Orange, Saft davon
- 3 EL Frühtrachthonig
- 200 ml Wasser
Ingwer grob würfeln und mit Wasser und Säften im Mixer fein pürieren. Durch ein feines Sieb oder Mulltuch passieren, erst dann den Honig einrühren. In eine saubere Flasche füllen – fertig.
Warum der Honig zuletzt kommt
Honig enthält wärmeempfindliche Enzyme wie die Glucoseoxidase. Wer ihn mitkocht oder in heiße Flüssigkeit rührt, verliert genau die Begleitstoffe, die naturbelassenen Honig ausmachen. Deshalb gilt wie beim Tee die 40-Grad-Regel: Honig immer erst in die abgekühlte Mischung geben. Beim kalt gemixten Shot ist das ohnehin kein Problem.
Zwei Varianten zum Ausprobieren
1. Golden Shot: 1 TL Kurkuma und eine Prise schwarzer Pfeffer dazu – der Pfeffer verbessert die Aufnahme des Curcumins
2. Milder Apfel-Shot: Die Hälfte des Wassers durch naturtrüben Apfelsaft ersetzen – angenehm für alle, denen pur zu scharf ist
Haltbarkeit und Dosierung
Im Kühlschrank hält sich die Mischung etwa 5 bis 7 Tage – die Säure der Zitrusfrüchte und der Honig konservieren. Täglich ein Schnapsglas (30–40 ml) reicht; auf nüchternen Magen kann die Schärfe empfindliche Mägen reizen.
Ein Wundermittel sind Ingwer-Shots nicht – aber ein ehrliches Stück Winterküche: scharf, frisch und ohne Zusatzstoffe. Der passende Honig dafür kommt direkt aus unserer Imkerei in Brandenburg.
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Über den Autor: Florian Stoth imkert in Sieversdorf-Hohenofen (Ostprignitz-Ruppin) und schreibt hier über Bienen, Honig und das Imkerleben. Jeden Beitrag schreibt er aus der eigenen Praxis an den Völkern. Mehr über die Imkerei



