In den sozialen Medien ist er längst ein Star, dabei ist fermentierter Knoblauch-Honig uraltes Küchenwissen: Knoblauchzehen reifen wochenlang in Honig und werden dabei mild, fast karamellig – und der Honig bekommt eine herzhafte Würze, die überrascht.
Du brauchst nur zwei Zutaten
- 2–3 Knollen frischer Knoblauch
- ca. 250 g naturbelassener Honig, z. B. unsere Sommertracht
- 1 sauberes Schraubglas
Knoblauchzehen schälen und leicht andrücken – kleine Risse lassen den Saft austreten, der die Fermentation startet. Zehen ins Glas geben, mit Honig bedecken, Deckel nur locker auflegen.
So läuft die Fermentation
Der Knoblauchsaft erhöht den Wassergehalt des Honigs leicht – genug, damit die natürlichen Hefen aktiv werden. Nach wenigen Tagen steigen kleine Bläschen auf: Das Ferment lebt. Jetzt heißt es:
1. Glas täglich einmal wenden, damit alle Zehen benetzt bleiben
2. Deckel kurz lüften, damit Gärgase entweichen (sonst ploppt es!)
3. Dunkel und bei Zimmertemperatur stehen lassen
Nach etwa vier Wochen ist der Honig dünnflüssiger und duftet würzig, die Zehen sind dunkler und mild. Ab jetzt hält das Glas im Vorratsschrank viele Monate – es wird mit der Zeit nur besser.
Ein Wort zur Sicherheit
Honig ist durch seinen Zuckergehalt und sein saures Milieu ein denkbar schlechter Ort für schädliche Keime – fermentierter Knoblauch-Honig gilt bei sauberem Arbeiten als sehr sicheres Ferment. Wie bei rohem Honig üblich gilt: nicht für Kinder unter einem Jahr.
Wofür du ihn verwendest
- Als Glasur für Ofengemüse oder Geflügel – kurz vor Ende aufpinseln
- Im Salatdressing statt purem Honig
- Die Zehen gehackt in Pastasoßen oder aufs Butterbrot
- Ein Löffel pur im Erkältungstee (lauwarm, versteht sich)
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Über den Autor: Florian Stoth imkert in Sieversdorf-Hohenofen (Ostprignitz-Ruppin) und schreibt hier über Bienen, Honig und das Imkerleben. Jeden Beitrag schreibt er aus der eigenen Praxis an den Völkern. Mehr über die Imkerei



