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Bienensterben: Was steckt dahinter – und was kann jeder tun?
03.09.2026 · von Florian Stoth · ⏱ ca. 1 Min. Lesezeit

Bienensterben: Was steckt dahinter – und was kann jeder tun?

Das Insektensterben ist real, doch um die Honigbiene geht es dabei nur am Rande. Wer wirklich bedroht ist und wie jeder Einzelne helfen kann.

„Die Bienen sterben aus!“ – diese Schlagzeile kennt jeder. Als Imker werde ich oft darauf angesprochen. Zeit, die Fakten zu sortieren – denn die Geschichte ist anders, als viele denken.

Die Honigbiene stirbt nicht aus

Die Honigbiene ist als Nutztier gut betreut: Imker behandeln gegen die Varroamilbe, füttern nach der Ernte auf und vermehren ihre Völker gezielt. Die Zahl der Bienenvölker in Deutschland steigt seit Jahren sogar.

Die wahre Krise: Wildbienen und Insekten

Ganz anders sieht es bei den über 560 Wildbienenarten in Deutschland aus – rund die Hälfte steht auf der Roten Liste. Auch die gesamte Insektenmasse ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Die Hauptursachen:

5 Dinge, die wirklich helfen

1. Blühende Vielfalt pflanzen – von Krokus bis Efeu, möglichst von März bis Oktober

2. Ecken wild lassen: Ein „unordentlicher“ Gartenstreifen ist ein Insektenparadies

3. Auf Pestizide verzichten – im eigenen Garten die einfachste Übung

4. Regional kaufen: Wer Honig vom Imker und Obst vom Hof kauft, unterstützt eine Landwirtschaft der kurzen Wege

5. Wasser anbieten: Eine flache Schale mit Steinen als Landeplatz rettet an heißen Tagen Leben

Jeder Quadratmeter zählt. Und die Honigbiene? Der hilfst du am besten, indem du ihren Imker unterstützt.

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