Das Etikett eines Honigglases verrät mehr, als viele denken – wenn man weiß, wo man hinschauen muss.
Die Herkunftsangabe: Der wichtigste Blick
Gesetzlich muss auf jedem Honig das Ursprungsland stehen. Die häufigste Angabe im Supermarkt: „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern". Übersetzt heißt das: Herkunft praktisch unbekannt – der Honig kann aus einer beliebigen Kombination von Ländern stammen. Bei regionalem Imkerhonig steht dagegen eine konkrete Adresse auf dem Glas.
„Kaltgeschleudert": Klingt gut, sagt wenig
Honig wird grundsätzlich kalt geschleudert – anders geht es technisch kaum. Die Angabe ist bei Imkerhonig also selbstverständlich, wird aber gern als Qualitätsversprechen vermarktet. Aussagekräftiger ist: „nicht über 40 °C erwärmt" oder „wärmebehandelt" (Finger weg, wenn dir Enzyme wichtig sind).
Sortenbezeichnungen
„Rapshonig" oder „Lindenhonig" darf nur heißen, was überwiegend aus dieser Tracht stammt – das ist laborüberprüfbar. Angaben wie „Frühtracht" oder „Sommertracht" beschreiben ehrlich den Erntezeitraum statt einer einzelnen Pflanze.
Woran du guten Honig noch erkennst
1. Konkrete Imkerei-Adresse statt anonymer Abfüller
2. Kristallisation ist ein gutes Zeichen, kein Mangel
3. Erntejahr oder Los-Nummer zeigen Transparenz
4. Realistische Preise: Unter 6-8 Euro pro 500 g kann kein deutscher Imkerhonig kostendeckend produziert werden
Unser Versprechen
Auf unseren Gläsern findest du: unsere Adresse, die Tracht, das Erntejahr und nichts, was wir nicht halten können. Bei Fragen zum Honig kannst du uns einfach schreiben – auch das ist ein Vorteil vom Imker nebenan.
🍯 Lust auf echten Honig vom Imker?
Frühtracht und Sommertracht – naturbelassen und direkt aus unserer Imkerei. Oder stell dir gleich dein eigenes Wunschset zusammen!



