Ein uraltes Hausmittel
Schon die alten Ägypter nutzten Honig als Heil- und Pflegemittel. Und auch heute schwören viele auf das flüssige Gold – besonders in der Erkältungszeit.
Was ist dran?
Honig enthält über 180 verschiedene Inhaltsstoffe: Enzyme, Mineralstoffe, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Das Enzym Glucose-Oxidase bildet in verdünntem Honig geringe Mengen Wasserstoffperoxid – einer der Gründe für seine antibakterielle Wirkung.
Klassiker: Honig bei Halskratzen
Ein Löffel Honig im lauwarmen Tee ist wohltuend für den Hals. Wichtig: Den Honig erst einrühren, wenn der Tee trinkwarm ist – über 40 °C gehen wertvolle Enzyme verloren.
Wichtig zu wissen
- Honig ist kein Medikament und ersetzt keinen Arztbesuch.
- Für Säuglinge unter 12 Monaten ist Honig tabu.
- Naturbelassener Honig vom Imker enthält – anders als stark verarbeiteter Industriehonig – noch seine natürlichen Begleitstoffe.
Am Ende gilt: Honig ist vor allem ein wunderbares Lebensmittel. Alles Weitere ist ein schöner Bonus.
Honigmilch – der Einschlaf-Klassiker
Warme (nicht heiße!) Milch mit einem Teelöffel Honig ist der wohl bekannteste Gute-Nacht-Trunk. Ob die Wirkung nun am enthaltenen Tryptophan liegt oder schlicht am wohligen Ritual – geschadet hat sie noch niemandem, und lecker ist sie sowieso.
Honig in der Hautpflege
Auch in Cremes, Lippenbalsam und Seifen hat Honig Tradition. Er bindet Feuchtigkeit und wirkt mild antibakteriell. Ein einfaches Rezept: einen Teelöffel Honig mit etwas Quark mischen, als Maske 10 Minuten einwirken lassen, lauwarm abspülen.
Unser ehrliches Fazit
Honig ist kein Wundermittel – aber ein großartiges, naturbelassenes Lebensmittel mit langer Tradition als Hausmittel. Wer ihn dafür nutzt, sollte zu naturbelassenem Imkerhonig greifen: Nur dort sind Enzyme und Begleitstoffe noch vollständig enthalten.
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